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Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur persönlichen Haftung des Durchgangsarztes

 

Mit Urteil vom 29. November 2016 zu dem Aktenzeichen VI ZR 208/15 hat der BGH seine bisherige Rechtsprechung zur persönlichen Haftung des Durchgangsarztes einerseits und der Haftung des Unfallversicherungsträgers andererseits nach einem Arbeits-/Wegeunfall geändert. Im Gegensatz zur bisherigen Rechtsprechung haftet nunmehr der Unfallversicherungsträger und nicht der Durchgangsarzt persönlich sowohl hinsichtlich eines Fehlers bei der durchgangsärztlichen Eingangsuntersuchung zur Diagnosestellung sowie der Diagnosestellung selbst als auch hinsichtlich eines Fehlers bei der notwendigen Erstversorgung des Verletzten. Beide Bereiche sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofs den öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Durchgangsarztes zuzuordnen mit der Folge, dass die Unfallversicherungsträger für etwaige Fehler in diesen Bereichen haften.

 

  

Ihre Ansprechpartner für Medizinrecht:

Dr. Gabriele Wemhöner (Fachanwältin für Medizinrecht),
Christian Häming


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