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Internet-, Telekommunikations- und Multimediarecht

Löschung von Mitarbeiterdaten nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb

Die Nutzung von persönlichen Daten eines Mitarbeiters, wie z.B. desBildes, des Namens und des Profils, setzen dessen Einverständnis voraus.

Eine zunächst gegebene Zustimmung dazu kann widerrufen werden. Dies gilt insbesondere für die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Eine unbefugte Nutzung dieser persönlichen Daten verletzt das allgemeine Persönlichkeitsrecht des (ehemaligen) Mitarbeiters. Daraus resultiert ein Anspruch auf Löschung.

 

 In dem vom Landesarbeitsgericht Hessen zu entscheidenden Fall begehrte eine inzwischen aus einem Unternehmen ausgeschiedene Mitarbeiterin die Löschung Ihrer persönlichen Daten auf einer Homepage ihres ehemaligen Arbeitgebers. Die Daten der Mitarbeiterin wurden vorliegend werbend genutzt. Es wurde mit ihrer Qualöifikation geworben. Damit handelte es sich also nicht um die bloße Mitteilung, dass und seit wann die Mitarbeiterin im Unternehmen beschäftigt war. Eine so weitgehende Nutzung der persönlichen Daten ist insbesondere von ehemealigen Arbeitnehmern nicht zu dulden. Diese Daten sind vom Arbeitgeber zu löschen.

 

(vgl. LAG Hessen, Urteil vom 24.01.2012, Az. 19 SaGa 1480/11)

Rechtsanwalt Volker Tinnefeld


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