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Erbrecht

Testierfähigkeit und Demenz

In einem Beschluss  vom 14.8.2007 hatte das OLG München (Az.: 31 Wx 16/07) darüber zu entscheiden, ob ein zum Zeitpunkt der Errichtung eines Testaments an einer mittelschweren Demenz der Alzheimerkrankheit Leidender testierfähig war oder nicht.

Das Gericht hat festgestellt, dass es keine abgestufte Testierfähigkeit in dem Sinne gibt, wonach der Erblasser für einfach zu erfassende Regelungen testierfähig ist, hinsichtlich schwierigerer Bestimmungen aber nicht mehr. Die Testierfähigkeit ist danach entweder insgesamt gegeben oder eben nicht. Entscheidend ist darauf abzustellen, ob der Erblasser sich über die für und wider seine letztwillige Verfügung sprechenden Umstände ein klares, von krankhaften Einflüssen nicht gestörtes Urteil bilden und nach diesem Urteil frei von Einflüssen etwaiger interessierter Dritter handeln kann.

Rechtsanwalt Dr. Burkhard Kipp

 

 

 


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