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Steuerrecht

Einkommensteuerliche Behandlung der Überlassung von Tankkarten an Arbeitnehmer

Ein Arbeitgeber kann seinen Arbeitnehmern nach § 8 Abs.2 Satz 9 EStG steuerfrei Sachzuwendungen von maximal 44 Euro pro Monat zukommen lassen.

 

Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass der Arbeitnehmer eine vorher festgelegte Anzahl von Litern Kraftstoff erhält. Der Arbeitgeber hat also Art und Umfang des zugewendeten Sachbezugs festzulegen. Nicht ausreichend ist aber, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Höchstbetrag nennt, bis zu welchem die Kosten für das Tanken übernommen werden. Anstelle von Tankkarten bieten sich daher Kraftstoffgutscheine an.

 

Durch Sachbezüge kann ein Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer steuerfreie Leistungen erbringen. Er muss bei der Übernahme von Kraftstoffkosten allerdings im Vorfeld festlegen, welche Menge von welchem Kraftstoff er zuwenden will. Dabei sollten die Preisschwankungen beachtet werden und sichergestellt werden, dass der Wert des zugewendeten Kraftstoffs pro Monat immer unter 44 Euro liegt. Andernfalls liegt ein zu versteuernder Barlohn vor.

 

(vgl. FG Baden-Württemberg, Urteil vom 18.12.2008, Az. 13 K 2626/07 -  Revision eingelegt beim BFH, Az. VI R 27/09)

 

Rechtsanwalt Volker Tinnefeld


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