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Steuerrecht

Private Nutzung des Dienstwagens - Lohn oder verdeckte Gewinnausschüttung

Die steuerliche Bewertung von Privatfahrten eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH mit einem für berufliche Zwecke zur Verfügung gestellten Pkw entscheided sich danach, ob ihm die Privatnutzung gestattet ist oder ob dies vertragswidrig geschieht.

Entscheidend ist dabei der Geschäftsführervertrag.

Wird dort die Privatnutzung ausdrücklich gestattet, so ist diese als lohnsteuerlicher Vorteil zu erfassen. Dies geschieht entweder über die 1%-Regelung oder über ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch.

Ist die Privatnutzung dort nicht gestattet, handelt es sich bei der vertragswidrigen Nutzung um eine verdeckte Gewinnausschüttung. Diese ist mit dem gemeinen Wert zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags zu bewerten.

(BFH, Urteil vom 23.1.2008, Az. I R 8/06 und BFH, Beschluss vom 23.04.2009, Az. VI B 118/08)

 

Rechtsanwalt Volker Tinnefeld


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